Noa Noa bringt es auf den Punkt. // Forget the rules

Wer bestimmt eigentlich was man anziehen „darf“ und was nicht? Und was in oder out ist? Der Mensch will sich durch Kleidung visuell ausdrücken und natürlich geht hier immer ein gewisses Bedürfnis nach Zugehörigkeit mit einher. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu (1930-2002) sagt, dass Mode eine Ausdrucksform der Klassenzugehörigkeit ist. Bei Bourdieu heißt es, dass sich die „obere Klasse“ durch ihren eigenen Stil von der Masse abheben will. Dieser Stil wird dann jedoch von der mittleren Schicht sozusagen nachgeahmt bzw kopiert und da ist man dann wieder an dem Punkt, wo etwas Neues her muss. Die Elite erfindet also etwas um sich wieder von der breiten Klasse abzugrenzen, was man im Fachjargon Distinktion nennt. Und genau da hat er recht. Auch wenn man sich von dem Modediktat niemals lossagen kann, kann man sich selbst einen Gefallen tun und eventuell zwei Mal vorher nachdenken, ob man gerade einem Trend folgt oder ob es einem wirklich gefällt, weil man es von ganzem Herzen schön findet. Lange Rede, kurzer Sinn: man sollte das tragen, was man gut findet und in dem man sich wohl fühlt und sich nichts vorschreiben lassen. Und genau diese Message bringt uns NOA NOA näher. Und dafür bin ich wirklich dankbar. Also lieber weg mit den No-Go Listen 2015 und her mit dem Bauchgefühl, denn damit liegt man meistens sehr sehr richtig.

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Photos: NOA NOA

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